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Eine Reise durch die Zeit Ein Rückblick von Meino Heuer auf die 50-jährige Geschichte des Angelsportvereins Hage e.V. Vorwort 50 Jahre Angeln in Hage, das war Anlass genug, am 11. Mai 2012 im Friesischen Hof  (ehemals Martini) im Beisein vieler Gäste aus Politik, Gesellschaft und von den benachbarten Vereinen um auf die Geschichte des Vereins zurückzublicken und die Ereignisse rund um den Angelsport in Hage Revue passieren zu lassen. Dabei ging es nicht nur um das Angeln als solches, sondern vielmehr auch um den Wandel der Zeit, den die Angelei in Hage durchlebte, die geselligen Zusammenkünfte, die das Vereinsleben ausmachen und dabei eine wichtige soziale Komponente in der Gesellschaft darstellen, und natürlich um die Personen die Anteil daran hatten. Der nachfolgende Text ist der Wortlaut des Vortrages von Meino Heuer, der 30 Jahre lang als Schriftführer und Pressewart im Verein tätig war und heute noch als Ehrenrat und Archivar dem Verein verbunden ist. Vom Kochtopffischer zum Hobbyangler Nun lassen Sie uns die Reise durch die Zeit beginnen. Blicken wir zunächst auf die Umstände, warum es überhaupt einen Angelsportverein in Hage gibt. Die Gemeinde Hage hatte sich seinerzeit die Fischereirechte für das Hager Tief eintragen lassen und dies war Anlass genug, dass sich der ehemalige Gemeindedirektor Udo Bakker und Bürgermeister Gerhard Bolt für die Gründung eines Vereins in Hage einsetzten. In Hage gab es Angelbegeisterte genug, die Nachkriegsjahre waren vorbei und es ging aufwärts, nicht nur in Deutschland sondern auch in Hage. Die Angler wandelten sich von Kochtopffischern zu Hobbyanglern. Dennoch war es in der Anfangsjahren noch selbstverständlich Reusen auszulegen oder mit dem Netz zu fischen. Darüber schütteln wir heute den Kopf, aber in der damaligen Zeit war die Wandlung zur Naturverbundenheit und Fairness gegenüber der Kreatur noch nicht vollzogen. Die Gründung Am 11. Mai 1962 traf man sich zur Gründungsversammlung in der Gaststätte Stoll an der Hager Hauptstraße. Hermann Terveen, der leider vor einigen Wochen verstorben ist, wurde seinerzeit zum Vorsitzenden gewählt. In seiner unvergleichlichen Art hätte er uns sicher heute gerne noch einige Geschichten aus den Anfangsjahren zum Besten gegeben. Das Vereinsleben in den ersten Jahren war schwierig, man hatte nur das Hager Tief  und dort gab es durch einen harten Winter ein Fischsterben, der Kanal wurde zudem ausgebaggert und erst 1964 hatte man wieder die Möglichkeit ungehindert zu angeln. Zwischenzeitlich war die Zahl der Mitglieder auf 38 angestiegen, das arg gebeutelte Hager Tief musste neu besetzt werden und der halbe Kassenbestand wurde für Fischbesatz ausgegeben. Es war ein Anfang mit Hindernissen. Aber dafür kam die Geselligkeit in diesen Jahren nicht zu kurz. Es waren nur knapp 40 Mitglieder, aber alle kannten sich persönlich, heute bei 700 Mitgliedern ist das unvorstellbar. Unruhe im Verein Im Jahre 1966 kam durch die Diskussion über einen Beitritt zum Bezirksfischereiverband für Ostfriesland (BVO) Unruhe in den Verein. Zwei Jahre dauerte die Diskussion und 1968, es hatte schon Vorgespräche mit Johann die Haan dem Vorsitzenden des BVO gegeben, kam die finale Entscheidung. Die Gemeinde Hage sagt NEIN zur Pachtübernahme des Hager Tiefes durch den BVO und die unklare Situation schwelte dann noch bis zur Jahreshauptversammlung im Jahre 1969. Der zwischenzeitlich zurückgetretene  und durch Dr. Justinus Walther abgelöste ehemalige  Vorsitzende Hermann Terveen sprang noch einmal in die Bresche, und seine Rede gegen den sogenannten „Anschluss“ brachte die Wende und die Abstimmung fiel zu Gunsten der Eigenständigkeit aus. Der Vorstand des Vereins trat anschließend zurück und Johann Erdwiens wurde neuer Vorsitzender, Stellvertreter wurde Heinz Pöppel. Es geht aufwärts Es regte sich was im Verein. Mit Rückenwind ging es weiter aufwärts. Neue Gewässer wie z.B. ein Kanalstück in Roggenstede oder eine Baggerkuhle in Schweindorf kamen hinzu. Die Mitgliederzahl stieg und die Denkweise vom schon erwähnten Kochtopffischer zum Heger und Pfleger der Gewässer und der Natur wandelte sich. Der Verein hatte 1971 genau 100 Mitglieder und die Fischerei mit Reusen und Netzen war für immer vorbei. Auch fand sich der angelbegeisterte Nachwuchs ein und eine neugegründete Jugendgruppe unter der Leitung von Fritz Friedrichs belebte die Vereinsarbeit. Der Vorstand bestand jetzt aus dem Vorsitzenden Heinz Pöppel und seinem Stellvertreter Werner Krause. Die Pachtung des Kiessees am Ferienpark Berum war 1972 ein Meilenstein in der Geschichte des Angelsportvereins Hage. Das im Wesentlichen noch fischleere 8 ha große Gewässer wurde zum Dreh- und Angelpunkt des Vereinslebens. Es entwickelten sich Aktivitäten, die die nächsten drei Jahre bis zur Freigabe im Jahre 1975 ausfüllten. Das benachbarte Außenbecken des Schwimmbades Waldbad Berumbur wurde gepachtet und als Aufzuchtbecken für Forellen umfunktioniert. Das Anglerherz ging bei den heranwachsenden und bei der Fütterung hochspringenden Forellen auf. Es war eine riesige Begeisterung im Verein und im Kiessee selbst wuchsen große Karpfen heran, die sich vom Ufer aus gerne füttern ließen. Die Erwartungshaltung der Vereinsmitglieder war groß, es war eine riesige Euphorie spürbar endlich die Rute in den immer noch für Angler gesperrten Kiessee auswerfen zu dürfen. Und dann war es so weit: 95 Angler trafen sich am 10. August 1975 zur Freigabe des Kiessees. Ein 16jähriger aus Berumbur, der vor Aufregung bereits eine schlaflose Nacht hinter sich hatte, machte an diesem Tag den Fang seines bisherigen Lebens. Ein elf Pfund schwerer Karpfen zappelte an seinem Haken und die staunenden Blicke der Mitangler und Passanten kann ein Petrijünger nicht oft in seinem Anglerleben genießen. Mit dem Tag des Eröffnungsangelns waren die Fische jedoch nicht mehr so zutraulich. Angesichts der bösen Überraschung, dass sich jetzt auch Haken im Futter befinden konnten, ließen sich die Fische vom Tage der Freigabe an nicht mehr füttern und die scheuen Forellen waren auch nicht mehr gesehen. Wie man aus diesen Schilderungen merken kann, war es eine besondere Zeit und alle, die dabei waren, denken gerne daran zurück. Der 16jährige aus Berumbur war ich übrigens selber und dieses tolle Ereignis werde ich nie vergessen! Mitgliedschaft im Verband Ein wichtiger Meilenstein war 1976 die Aufnahme des Angelsportvereins Hage in den Landesfischereiverband Weser-Ems. Es gab Widerstände aus Richtung Emden, aber die Fürsprache der benachbarten Vereine Esens und Jever führte letztlich zur Aufnahme in den Verband. Es waren sehr emotionale 70er Jahre. Man baute gemeinsam viel auf, feierte zusammen, konnte sich aber auch streiten und natürlich auch wieder vertragen. Das alles zeigt jedoch: Man war mit Herzblut und Einsatzwillen dabei. 1977 gab es einen Wechsel an der Spitze des Vereins und Werner Krause wurde Nachfolger von Heinz Pöppel. Erstmals gab es in den Jahren zehn amtlich verpflichtete Fischereiaufseher und 1978 wurde der Verein eine nach dem niedersächsischen Fischereigesetz anerkannte Sportfischervereinigung. Angeln ist Sport für die Seele Sportfischer, was ist das überhaupt und was ist der Sport am Fischen? Diese Frage stellt sich der Boßler und Fußballspieler. Aber in diesem Fall steht Sport nicht für Laufen, Springen oder Tore schießen. Der Begriff Sport steht für Fairness gegenüber der Kreatur, für  Naturverbundenheit und für die Hege und Pflege der Gewässer. Zusammenfassend kann man auch sagen: Angeln ist Sport für die Seele. 1979 waren es schon über 300 Mitglieder, die sich in Hage für dieses Hobby begeistern konnten. Der Verein öffnete sich und jeder unbescholtene Bürger, so hieß es in der Satzung, konnte jetzt Mitglied werden. Vorher war die Mitgliedschaft den Bürgern der Samtgemeinde Hage vorbehalten. In allen Belangen ging es im Angelsportverein Hage aufwärts. Nicht nur die Mitgliederzahl stieg, auch die Gewässer nahmen zu und Angelteiche in Osteel und Nenndorf und auch Kanalstrecken im Bereich der Sielacht Dornum kamen hinzu. Auch im Bereich Westerholt stieg die Mitgliederzahl und der Wunsch nach einer „Filiale“ tat sich auf. Am 20. Februar 1980 wurde in der Feldschänke in Nenndorf die Ortsgruppe Holtriem ins Leben gerufen und Günther und Siegfried Garen wurden die ersten Obmänner. Die sehr aktive Jugendgruppe beteiligte sich am Verbandsfischen, pflanzte Bäume und bastelte Nistkästen. Die Aktivitäten wurden vielschichtig und aus einem reinen Angelverein wurde in Riesenschritten auch ein Natur- und Umweltschutzverein. Im Jahre 1981 erwarb der Verein ein 2,2 ha großes Wassergrundstück mit herrlichem Baumbestand am Hofweg in Westerende, ein weiterer Meilenstein in der Geschichte. Tanz und Tombola Die umfangreichen Aktivitäten des Vereins erforderten einen festen Anlaufpunkt mit Materiallager und so stellte 1982 die Gemeinde Hage ein Grundstück an der Halbemonder Straße zur Verfügung. Dort wurde eine Wellblechgarage aufgestellt und ein Räucherplatz eingerichtet. Fortan wurden dort nun die vielen Behälter für den Fischbesatz und die Räuchertonnen gelagert. Die Räucheraktivitäten des Angelsportvereins Hage waren stets ein Attraktion und das alljährliche Aalessen mit Tanz und Tombola war eine beliebte Festveranstaltung, ebenso wie das Kiesseefest oder die Teilnahme am Ortsfest in Hage. Ein schuldenfreier Verein Besonders stolz konnte man in Hage das Jubiläumsjahr 1987 feiern. Trotz vieler gekaufter Gewässer und hoher Ausgaben für Pachten, Fischbesatz und Gewässerschutz war der Verein schuldenfrei. Die Vereinsarbeit drehte sich nunmehr wie selbstverständlich auch um Aktivitäten, bei denen es zumindest nicht direkt um das Fangen von Fischen ging. Auf dem vereinseigenen Areal in Osteel wurde ein Feuchtbiotop angelegt und 1.000 Wildschutzgehölze gepflanzt. 1987 war die Mitgliederzahl bereits auf 650 angestiegen. Die alljährlichen Lehrgänge zur Fischerprüfung waren stets gut besucht. Der Einsatz für Umwelt- und Natur entging auch dem Landkreis nicht und so erhielt der Angelsportverein Hage den Umweltpreis 1989. Die stetig steigenden Mitgliederzahlen erforderten eine Umstellung der Verwaltung. Die bislang komplett von Hand erledigte Kassenführung wurde vom damaligen Schatzmeister Heinz Stegemann im Jahre 1990 auf EDV umgestellt. Mit den Vereinsgewässern ging es weiter voran und dem Erwerb des Angelsees am Ekeler Weg in Norden folgte bald der Kauf des Angelteichs an der Mühle in Nenndorf und der Erwerb eines weiteren Teiches am Hofweg in Westerende. Das klingt nach maßloser Überschuldung, war es aber nicht. Dank des umsichtigen Umganges mit dem Vereinsvermögen durch die Kassenwarte Heinz Stegemann und seinem Vorgänger Siebo Grensemann konnten die Kaufsummen größtenteils aus Eigenmitteln bezahlt werden. Nicht verschwiegen werden sollen dabei die Zuschüsse der Gemeinde. Viele Gewässer erforderten jedoch nicht nur umfangreiche Pflege sondern auch Besatz. 1992 betrugen die Ausgaben für Fischbesatz bereits 12.000 Mark. Dabei setzte man nicht nur auf gängige Fangfische wie Aal, Hecht, Zander, Karpfen und Schleien, es wurde auch an ehemals heimische Fische wie Bitterlinge, Moderlieschen und Elritzen gedacht. Ergänzend sei dazu gesagt: Diese Fischarten eignen sich nicht zum Angeln, da es sich um Kleinfische handelt, die zur Artenvielfalt in den Gewässern beitragen. Natur- und Umweltschutz Im Jahre 1993 wurde dann auch die Satzung den Aktivitäten angepasst. Der Zweck des Vereins wurde um den Bereich Natur- und Umweltschutz erweitert. Ungebrochen war der Mitgliederzuwachs und Niko Linnemann aus Hage wurde das 1.000 Mitglied, 200 davon waren Jugendliche. Schleichend ging wieder eine Wandlung durch den Verein. Jetzt aber im negativen Sinne. Die Teilnehmerzahlen an den Vereinsangeln gingen zurück und auch die Mitarbeit im Verein ließ langsam zu wünschen übrig. Dieses Schicksal teilte der Angelsportverein Hage allerdings auch mit anderen Vereinen. Selbst die sonst so gut besuchten Festveranstaltungen litten unter Gästemangel und teilweise wurden Veranstaltungen ganz abgesagt. Naturlehrpfad Heidemanns Kuhle Im Jahre 1998 bahnte sich ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Angelsportvereins Hage an. Zunächst ging es nur um den Erwerb von Heidemann Kuhle, einer kleinen Kuhle in Berumbur, die unter Anglern als Aalgewässer bekannt war. Leider war das Gewässer in einem trostlosen Zustand. Meterhoher Bewuchs, Strauchwerk abgebrochene Kanten, Ziegenställe usw. Wer nicht dabei war, dem kann man dieses Bild nicht vermitteln. Nun galt es in die Hände zu spucken und kräftig aufzuräumen. Aber zunächst musste ein Konzept her. Durch die direkte Lage am Ferienpark Ostfriesland setzte sich die Idee durch, nicht nur ein Angelgewässer zu schaffen, sondern auch einen Rundweg mit Naturlehrpfad. Es war, wie sich nach Fertigstellung der Maßnahme herausstellte, ein Riesenaufwand und insgesamt wurden 120.000 DM investiert. Dieser Betrag ließ sich vom Verein nicht allein stemmen. Das Gesamtkonzept überzeugte und Bingo Lotto bewilligte einen Zuschuss von 20.000 DM. Nicht unerwähnt bleiben soll das auch die Gemeinde und der Landkreis dieses Projekt großzügig unterstützten. Zur Einweihung war ein Kamerateam von Bingo Lotto vor Ort und konnte sich von dem gelungenen Gesamtbild mit Rundweg, Insektenhotel, Steilkante, Trockenhecke und vielen Schautafeln überzeugen. Der Fernsehbeitrag von Moderatorin Katrin Krebs machte den Naturlehrpfad Heidemann Kuhle überregional bekannt und war eine schöne Anerkennung für die Naturschutzbemühungen der Hager Angler. Im Jahre 2000 erreichte die Mitgliederzahl des Hager Angelvereins mit 1.100 Anglern einen neuen Höchststand. Der Verein bewirtschaftete mittlerweile 50 Hektar eigene und gepachtete Gewässer und die Vereinsarbeit erreichte ebenfalls einen Höhepunkt. Leider war die Zahl der mitarbeitenden Angler gegenläufig zu den Mitgliederzahlen. Diese Tatsache führte zu stetig steigenden Mehrkosten, da wichtige Arbeiten nicht mehr nur von eigenen Mitgliedern sondern nun von Firmen ausgeführt werden mussten. Projekt Jugendwerkstatt Im Jahre des 40-jährigen Bestehens 2002 beschäftigte sich der Vorstand mit einem wichtigen Vorhaben. Das Grundstück an der Halbemonder Straße sollte jetzt mit einem massiven Gebäude bebaut werden. Die Idee einer Jugendwerkstatt war geborgen. Intensiv wurden die Pläne vorangetrieben und Zuschüsse für das auf 50.000 Euro geschätzte Bauvorhaben beantragt. Genutzt werden sollte die Jugendwerkstatt als Treffpunkt für Aktivitäten für Jung und Alt, also auch für die aktiven und jung gebliebenen Senioren. Die jung gebliebenen Senioren sind in diesem Vortrag bislang ohnehin zu kurz gekommen, sie zählen zu den Aktivposten des Vereins, treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Angeln oder zum Grillen. Es sind Angler vom alten Schlage und sie pflegen noch den Gemeinsinn, der in der heutigen Zeit leider immer mehr verloren geht. Weitere Aktivitäten in Sachen Naturschutz gab es 2003. Auf einem etwa 5.000 qm großen  Vereinsgrundstück bei den Angelteichen in Westerende wurden drei Feuchtbiotope ausgebaggert und eine Wildblumenwiese angelegt. Coole Enten Das allseits beliebte Kiesseefest am Ferienpark Berum sollte 2004 belebt werden. Eine Idee aus Amerika brachte die zündende Idee: Ein Rennen mit coolen gelben Gummienten als Publikumsmagnet versprach einen guten finanziellen Erfolg,  der dem Neubau der geplanten Jugendwerkstatt zu Gute kommen sollte. Derby Duck Race wurde der Renner. Mehrere tausend Zuschauer fanden sich am Kiessee ein, um dem Spektakel zuzuschauen. Auch das Radio war dabei und berichtete sogar in drei Beiträgen. Dass wie immer leckerer Räucherfisch und Fischbrötchen angeboten wurden, soll aber an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Ebenfalls 2004 startete der Verein mit einer eigenen Internetseite und ist seitdem unter asv-hage.de  präsent. Auf Landesebene gab es 2004 eine Überraschung, der BVO trat aus dem Landesfischereiverband Weser-Ems aus und wichtige Verbandsaufgaben mussten neu vergeben werden. Fortan war Werner Krause auch Kreisbeauftragter und Walter Krause  Vorsitzender der Prüfungskommission. Es waren beides Posten, die noch mehr persönlichen Einsatz erforderten. In Sachen Jugendwerkstatt konnten die Bauarbeiten dann beginnen. Die Gesamtfinanzierung für das Projekt stand und Bingo Lotto, die Gemeinde und der Landesverband halfen kräftig dabei mit. Die Fertigstellung im Jahre 2006 wurde entsprechend gefeiert und ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Angelsportvereins Hage war gesetzt. Neue Gewässer Die Zahl der Gewässer wurde im gleichen Jahr durch einen 10 Hektar großen Kiessee in Westerende und ein Teilstück des großen Sees in Tannenhausen bereichert. Bei den Fischbesatzmaßnahmen war es erstmals wieder möglich, Aalbesatz zu bekommen, und versuchsweise wurden über mehrere Jahre Forellen in den Teichen in Westerende ausgesetzt. Die Gewässerunterhaltung ist Sache unserer Gewässerwarte, erfreulich ist, dass wir jetzt mit Manuela Hollwedel auch eine Gewässerwartin haben und sie damit die erste Dame im Vorstand des Vereins ist. Angeln ist eben nicht nur Männersache. Eine Bereicherung für unseren Verein sind die Fliegenfischerlehrgänge. Die Vermittlung der hohen Kunst des Fliegenbindens und der Wurftechniken gehört jetzt seit einigen Jahren zum festen Vereinsprogramm, und unser Spezialist Edgar Thedt  hat schon viele Skeptiker für diese Angeltechnik begeistern können. Das Fliegenfischen wird von uns seit einigen Jahren beim Lütetsburger Herbst vorgestellt. Die Besucher nehmen so nicht nur diese Angeltechnik, sondern auch den Angelsportverein Hage als gut aufgestellten Verein zur Kenntnis. Aufbruch in eine neue Zeit Viel Positives gab es bislang zu berichten. Aber wo Licht ist da, ist auch Schatten. Wie in meinem Vortrag schon erwähnt, nimmt  die Begeisterung zur Mitarbeit stetig ab, und der Vorstand steht vor vielen Aufgaben allein da. Sicher ist das ein allgemeines Problem und viele Vereinsvertreter anderer Vereine kennen es auch aus eigener Erfahrung. Gerade deshalb ist die wichtigste  Zukunftsaufgabe die Motivation der Mitglieder und der Jugendlichen zur Mitarbeit. Schlagwörter werden sein fördern, fordern, gestalten und begeistern. Meinem Freund und langjährigen Vorstandskollegen Werner Krause lag das sehr am Herzen. Seine eigene Motivation war stets ungebrochen und er verstand nicht, warum andere „keinen Bock“ auf Mitarbeit hatten. Leider verstarb Werner Krause im Mai 2010 und konnte nicht mehr teilhaben am weiteren Geschehen. Fast 40 Jahre seines Lebens hatte er in den Dienst des Angelsportes gestellt, und wenn Sie in meinem Vortrag von den vielen Aktivitäten gehört haben, dann gebührt ihm Dank und Anerkennung, diese Vereinsarbeit angeschoben und gefördert zu haben. Jetzt ist sein Sohn Walter am Ruder und lenkt den Angelsportverein Hage mit seinen vielen eigenen und gepachteten Gewässern, seinen zahlreichen Naturprojekten und natürlich seinen vielen Mitgliedern. Es gilt jetzt den richtigen Weg in die Zukunft zu finden, neue Dinge zu wagen. Die Basis ist da, die schönen Gewässer in Hage und Umgebung laden zum Angeln ein, die Natur zu begreifen und fernab von Handy, Laptop und Internet das wirkliche Leben in der Natur zu genießen. Nicht nur Angeln und Fische fangen, sondern die Natur pur zu erleben, das sind die Eckpfeiler für die wir unsere Kinder und Jugendlichen begeistern müssen. Packen wir die Zukunft an, genießen wir das Angeln als Sport für unsere Seele. Meino Heuer Ehrenratsvorsitzender und Archivar
Meino Heuer von 1977 bis 2007 Schriftführer seit 2011 Archivar und Ehrenrat Geschichte